hin zu den Festungsanlagen des Castello svevo. Und im Inneren des Dorfes: Gassen, versteckte Plätzchen, steile Treppenaufgänge, enge Durchlässe, Bögen und schneeweiße Wohnstätten, typisch für die Architektur der apulischen Küstenregionen.
Vieste ist die östlichste Stadt auf dem Gargano. Sie wird eingegrenzt durch zwei lange Sandstrände und ist begehrtes Reiseziel von Touristen aus allen Teilen Europas. Auf dem ebenen Teil der kleinen Halbinsel erstreckt sich das moderne Wohnviertel aus dem 19. Jahrhundert, während auf der felsigen Erhebung das malerische, mittelalterliche Stadtzentrum liegt. Charakteristisch sind die engen, nicht gerade verlaufenden Straßen, deren Häuser mit ihren typischen Aussentreppen (mignali) immer wieder durch dünne Steinbögen, die als Stützen dienen, miteinander verbunden sind. In diesem Teil des Gargano kann man ein so ziemlich einmaliges Naturschauspiel geniessen, eine zerklüftete Küste, deren Felswände senkrecht ins Meer abfallen. Von den Stränden aus ist es möglich, zu einer Bootsfahrt aufzubrechen, um die vielen Grotten zu entdecken, die das Zusammenspiel zwischen Meer und Felsen im Laufe der Jahrhunderte geschaffen hat. Wenn man sich an Bord der Fährschiffe und der Tragflügelboote, die hier täglich Route fahren, einige Meilen weiterwegbewegt, kann man Ziel nehmen auf die Isole Tremiti, einem Archipel aus drei kleinen Inseln, dessen kristallklares Meer jedes Jahr Tausende von Touristen anzieht.
Im Hinterland des garganischen Vorgebirges befindet sich der Foresta Umbra, Naturreservat des Parco Nazionale del Gargano, wahrhaftig das grüne Herz des Gargano, der hier bis zu über tausend Meter über den Meeresspiegel ansteigt. Kunst, Geschichte und religiöse Tradition verschmelzen sich schließlich in Monte Sant’Angelo und San Giovanni Rotondo, Reiseziele mit großem Namen, die jedes Jahr Hunderttausende Ankünfte registrieren. In Monte Sant’Angelo kann die Heiligenstätte des Erzengels Michael (Arcangelo Michele) besichtigt werden, die in einer Grotte liegt. In einer Erscheinung wollte der Heilige, daß ihm die Grotte geweiht wird. Das "Schicksal" von San Giovanni Rotondo hingegen ist engst mit der Person des Padre Pio von Pietrelcina verbunden, der im Jahre 2002 heilig gesprochen wurde. Ihm wurde eine imposante Wallfahrtskirche, die nach den Plänen des berühmten Architekten Renzo Paiano gebaut und im Jahre 2004 fertiggestellt wurde, gewidmet.
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